"Das kann man nicht bringen!" Apropos, das kann man nicht bringen. Auch so ein Thema, wie der Buchtitel entstand. Als ich letzten Sommer mit meiner Freundin auf der Rückfahrt aus dem Urlaub war und wir an einem Rasthof kurz Pause machten, wusste ich noch nicht, dass ich in wenigen Minuten meinen Buchtitel haben würde. Auf dem Weg zu den Toiletten, die in diesem Rasthof eine Etage tiefer waren und durch eine schmale Wendeltreppe zu erreichen waren, ist mir schon von großer Entfernung ein Reisebus aufgefallen. Ausgestiegen ist eine große Seniorentruppe, die das gleiche Ziel wie ich hatte: die Toiletten. So weit, so gut. Ich beschleunigte meinen Schritt und ging vor dieser Gruppe die Treppen runter. Glück gehabt, dachte ich noch, bevor ich die Treppen hinunterging. Die Ernüchterung folgte aber schnell. Es muss wohl zuvor noch ein Bus angekommen sein. Also wartete ich. Warum auch immer, aber ungewöhnlicherweise ging es in der Damenschlange schneller vorwärts als bei den Herren. Gut, ich kam aus dem Urlaub und war diesbezüglich entspannt. 5 Minuten hin oder her, auf die kam es bei einer längeren Autofahrt auch nicht mehr an. Als ich dann den Weg nach oben antrat, ging es aber wieder nur zäh vorwärts. Ein paar Senioren „blockierten“ den Aufgang, weil sie ein Gespräch genau dort zu Ende führen mussten. Die Treppe war blockiert. Vor mir wartete ein etwa 20-Jähriger auch schon sehnsüchtig, dass es weitergehen würde, der war allerdings weniger entspannt. Doch es ging nicht weiter. Trotz höflicher Bitte seinerseits ging es nicht vorwärts und die älteren Damen redeten munter weiter. Völlig genervt und ungeduldig bat er die beiden älteren Damen, jetzt endlich Platz zu machen. Doch die Damen waren wohl genauso tiefenentspannt wie ich und rührten sich keinen Zentimeter. Und dann kam es. Der etwa 20-Jährige schaute sie daraufhin deutlich angefressen an und fauchte etwas sarkastisch: „Ja, da kann man sich schon mal Zeit lassen, wenn es zum letzten Ausflug überhaupt geht!“ Ab jetzt war „Rambazamba“! Die beiden älteren Damen schauten sich erst gegenseitig entsetzt an, schauten dann ihn entgeistert an und kurz darauf mich. Ich schaute auch etwas konsterniert und konnte nicht so recht glauben, was ich da gehört hatte. Die Damen waren völlig schockiert und machten umgehend Platz für uns. Der 20-Jährige bedankte sich noch freundlich und ging vorbei. „Letzter Ausflug!“, dachte ich mittlerweile etwas schmunzelnd, als ich an den beiden Damen vorbeiging. „Ja genau, so geht’s Raubein Alfred als Trainer des FCG auch. Letzter Ausflug Trainerbank!“

In diesem Sinne, viel Spaß mit dem Buch!